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Zusammenfassung des Forums „Verkehr“

Moderation: Arndt Klocke und Bruno Jöbkes

Vorschläge und Forderungen aus den Vorträgen und der Diskussion

  • vielfach ist der Schüler*innenverkehr die Basis für ÖPNV-Linien Durch zurückgehende Schüler*innenzahlen gerät diese Basis vor allem auf dem Land in Gefahr
  • die Zukunft eines attraktiven ÖPNV wird in vielfältigen Kombinationsmöglichkeiten mit integrierten Verkehren sowie in weiträumig homogenen Tarifen liegen:
    Beispiele für Nutzungskombinationen sind z.B.
    – Pedelec-Stationen an zentralen Haltestellen, Bedarfsverkehre, AST
    – einfachere Fahrradmitnahme
    – Einbindung in Touristikangebote
    – Mix stationärer und mobiler Angebote
  • im GVFG sollten die Mittel für anders verteilt werden, d.h. es sollten 60% für den ÖPNV und nur 40% für Straßenbau/-sanierung vorgehalten werden
  • Nahverkehrspläne sollten Mindeststandards für eine ÖPNV-Versorgung definieren
  • CarSharing hat in Deutschland steigende Nutzer*innenzahlen, bislang vor allem in Städten. Auch im ländlichen raum kann CarSharing eine sinnvolle Ergänzung sein, wie z.B. die Initiative Dorfauto Gey zeigt. CarSharing kann sich jedoch nur in Regionen etablieren, die über ein attraktives ÖPNV-Angebot verfügen. CarSharing bleibt also immer eine Ergänzung zum ÖPNV.
  • CarSharing kann von der öffentlichen Hand initiiert werden, z.B
    – durch Bereitstellung des öffentlichen Fuhrparks in den Abendstunden für CarSharing
    – Vergabe von Bürgschaften
    – Flächen für stationsbasierte CarSharing-Angebote zur Verfügung stellen
  • App-basierter bedarfsorientierter ÖPNV ist eine Möglichkeit, das Angebot durch sinkende Kosten und direktere Zielansteuerung vielfältiger zu machen. Die Datenschutzfrage (individuelle Ziele werden erfasst und sind Basis für die tagesaktuelle Linienführung) ist lösbar, jedoch werden zunächst junge, technikaffine Menschen angesprochen.

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