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Zusammenfassung des Forums „Digitales Leben“

Projekt Digitale Dörfer (Thomas Jeswein, Fraunhofer IESE)

–  Vision: Verschiedene Systeme werden zusammenwachsen zu intelligenten Ökosystemen (Mobile Systeme, Informationssysteme, Eingebettete Systeme)
–  Projekt „Smart Rural Areas“ bekam Auszeichnung „Land der Ideen“: Intelligente Verknüpfung von Mobilität, Logistik, Energie, Gesundheit, Kommunikation und Sicherheit
–  Es wurde ein Online-Shop aufgebaut, der örtliche Apotheke, Buchhandlung und Supermarkt zugleich ist und über Smartphones Bestellungen aufnehmen kann
–  Programmierer waren vor Ort in Kontakt mit den Menschen um Angebot auf Bedürfnisse auszurichten
–  Problem: Haftungsfragen
–  Erfolgreiche Testphase: Freiwillige fungieren als Auslieferer
–  Im Mai nächste Testphase mit realen Waren
–  Häufige Nutzung durch Rentner
–  Mit entwickeltem Modell können auch Simulationen durchgeführt werden

-> Aus Projekt wird Bericht mit Empfehlungen erstellt, dann müssen Unternehmen/Ehrenamtliche gefunden werden, die das Projekt in den „Echtbetrieb“ überführen

-> Projekt findet Interesse bei Vertretern von LEADER-Regionen im Raum

-> dieses Modell aus RLP wäre mit entsprechender Unterstützung der Bevölkerung auch in NRW denkbar

Position Deutscher Städte- und Gemeindebund (Franz-Reinhard Habbel, Sprecher)
–  Unterscheidung Ländlicher Raum/Stadt ist nicht mehr zeitgemäß
–  Orientierung und Halt finden Menschen in ihren Dörfern als Gegenpol der Globalisierung
–  Digitalisierung wird immer wichtiger, sowohl bei Privatpersonen als auch bei Unternehmern
–  Politik sollte auf Selbstorganisation der BürgerInnen setzen, es gibt eine zivilgesellschaftliche

Entwicklung in diese Richtung: Politik als Begleiter und Mitveranstalter, nicht als einziger Akteur
–  Es geht nicht nur um E-Government, sondern um Digitalisierung als Beitrag zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen
–  BürgerInnen vertrauen ihren kommunalen Repräsentanten, dieses Vertrauen muss auf die digitale Kommune übertragen werden
–  Politik muss Waren- und Datenströme intelligent verbinden
–  Startups im ländlichen Raum fördern: Warum nicht z.B. ein Projekt zum fahrerlosen Auto

starten?
–  Der DStGB entwickelt Ideen für Kommunen im „Innovators Club“

Breitbandförderung der NRW-Landesregierung (Horst Becker, Parlamentarischer Staatssekretär MKULNV)
– Breitbandversorgung elementar für die ländlichen Räume, nicht nur wegen bisher genannter Aspekte sondern z.B. auch aufgrund von neuen Möglichkeiten in der ärztlichen Versorgung, Telemedizin
–  Förderumfang bis 2010 nur bei jährlich 1 bis 1,5 Mio. Euro, danach wurde Relevanz des Themas von der neuen Landesregierung erkannt, Förderung wurde erhöht auf bis zu 11 Mio. Euro jährlich
–  Förderung stammt aus GAK-Mitteln und einer Kofinanzierung mit europäischem Förderprogramm für ländliche Räume (ELER), auch die Erlöse aus der sogenannten „Digitalen Dividende II“ werden komplett in die Breitbandförderung fließen
–  Land setzt sich kontinuierlich für eine Erhöhung der Aufgreifschwelle bei der Bewilligung der Fördermittel ein (zuletzt Erhöhung auf 6 Mbit/s, mehr bisher nicht durchsetzbar) bei Beibehaltung der Technologieneutralität
–  Zur Zeit sind neue Förderrichtlinien der Landesregierung in der Ressortabstimmung , diese sind insbesondere ausgerichtet auf die Bedürfnisse von Gewerbegebieten und ländlichen Räumen

Diskussion mit Teilnehmenden
–  Datenwirtschaft sollte immer in Verbindung gesehen werden mit Datenschutz als mögliches Alleinstellungsmerkmal der deutschen digitalen Wirtschaft
–  Breitband ist nicht das einzige Thema, sondern ganz wesentlich auch Datenmanagement (wem gehören die Daten)
–  Mittelstand widmet dem Thema Datensicherheit nicht genug Aufmerksamkeit
–  Fünf Säulen: Mobilität, Handel, Logistik, E-Medizin, Bildung
–  Bedarf für digitale Agenda ist da, Erwartungshaltung der Gesellschaft ist groß
–  Erhalt analoger Strukturen ist trotzdem wichtig
–  Heimarbeitsplätze und E-Learning, vernetzte Bildungslandschaft als große Chancen
–  Stationärer Handel sollte Angebot online darstellen (Welche Produkte sind vor Ort, welche

Möglichkeiten gibt es, Produkte zugestellt zu bekommen)
–  Städte und Gemeinden müssen eigene App anbieten
–  Standards, die angepasst werden können, müssen entwickelt werden, zur Mehrfachnutzung öffentlicher Gebäude, Organisation von Arzttransporten z.B.

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